Steff Gruber

Dedication

01 Vita
01.01 Präambel
01.02 CV Deutsch lang | kurz
01.03 CV English long | short

02 Cinéma
02.01 Films
02.02 Filmography
02.03 Press

03 Art
03.01 Internet Projects
03.02 Photography
03.03 Writing

04 Teaching

05 Enterprises
06 Work-In-Progress
07 Picture Gallery
08 Texts
09 Archive
10 Contact
11 Jobs
12 Links

 

 

 

 


 
 

 

Steff Gruber
kommentierte Biographie


Gegenwärtig bin ich in der Geschäftsleitung (CEO) der Kulturwerbe-Firma ALIVE Media AG, VR Präsident der Firmen MEDIA.CH AG und KINO.NET AG, Aufsichtsrat der Firma MODUL GmbH und Inhaber der Internetfirma IDPOOL.COM.

Jugend

Ich bin zwischen Leinwänden und Farbtuben in Oberrieden (ZH) aufgewachsen (sowohl meine Mutter als auch mein Vater haben die Kunstgewerbeschule Zürich absolviert). 
Retrospektiv sehe ich jedoch die Hauptinteressen meiner Jugend in der Elektronik: Als    Achtjähriger habe ich meinen ersten Radio-Empfänger gebaut, als Zwölfjähriger - aus alten Röhrenradios - meinen ersten Kurzwellensender. Mit 15 kam ich bereits in der Presse: Unter dem Rufzeichen HE 9 GRQ habe ich mit meiner selbstgebauten Radiostation Notrufe aus Prag und Prünn aufgezeichnet (Invasion der Sowjetarmee in die CSSR). 
Im gleichen Jahr gelang es mir, während des ersten bemannten Mondfluges, den Dialog zwischen den Astronauten und der Bodenstation abzuhören.(Die geheimgehaltene Frequenz hatte ich aufgrund der Grösse der Antenne errechnet, die  auf einer zuvor veröffentlichen Fotografie der Raumkapsel abgebildet war.)
Damals wollte ich Pilot und Erfinder werden ...

Ausbildung und autodidaktische Weiterbildung

Nach der Sekundarschule habe ich eine Lehre als FEAM (Elektroniker) bei der Firma Landis & Gyr in Zug angefangen und nach kurzer Zeit wieder abgebrochen.
In der anschliessenden Mittelschulzeit habe ich vor allem gemalt, fotografiert und gefilmt.
Mit der Idee Filmemacher zu werden, besuchte ich ab 1972 die F+F Schule für Gestaltung bei Serge und Doris Stauffer, Daniel Jenny und Hansjörg Mattmüller und die Filmkurse bei Georg Radanowizc und Sebastian C. Schröder.
Bereits 1973 gründete ich meine erste Firma, die Steff Gruber Enterprises. Neben meinen Autorenfilmen produzierte ich Werbung. Die anfallenden grafischen, fotografischen und filmischen Arbeiten erledigte ich in Personalunion: TV-Spots für AGFA, Industriefilme für DOW Chemicals, Werbefilme für ESCO / Kunst-, Galerie- und Veranstaltungsplakate für verschiedene Galerien und Veranstalter / Fotos für Werbung, Zeitungen und Zeitschriften. Daneben besuchte ich die Filmvorlesungen von Martin Schlappner, Walter Marti und Viktor Sidler an der Uni und ETH Zürich.
Media Philosophy hiess der Kurs an der University of Georgia (USA), an dem ich im Sommer 1976 teilnahm.
1976 Assistent des Amerikanischen Malers Sam Francis, anlässlich der Produktion eines Filmes über C.G.Jung.

Lehrtätigkeiten und wissenschaftliche Arbeiten

Schon früh interessierte ich mich für die Lehrtätigkeit: Im Jahre 1976 leitete ich einen Medienkurs für Primarschüler an der „Alternativschule 1“ in Winterthur.
1984 folgte ein Vortrag über Film- und Video-Technologien für visuelle Gestalter, ASG, Zürich zum Thema "Neue Medien-Perspektiven und praktische Anwendungen". 
Im Jahre 1987 unterrichtete ich erneut Medienkunde für Primarschüler an der Freien Volksschule Trichterhausenmühle in Zürich (siehe TA vom 27. Jan. 1987).
1992 arbeitete ich zusammen mit Prof. Dr. Ulrich Saxer und Dr. René Grossenbacher in einer interdisziplinären Gruppe an einem Konzept zur Einführung des Fernsehens in Botswana.
Die Studie „Follow Up study on a Botswana Television Service“ entstand und wurde in der Folge der Botswanischen Regierung unterbreitet.  Meine Aufgabe bestand darin, die Grundlagen der technischen Machbarkeit zu erarbeiten. Im besonderen betraf dies Abklärungen bezüglich des Systems (Terrestriel versus Satellit) und eine mögliche gemeinsame Nutzung der TV- mit Telekommunikations-Technologien. 

1993 wurde mir eine Dozentur in der Abteilung Architektur und Design an der FH in Konstanz (D) angeboten, wo ich in der Folge als Lehrbeauftragter am Institut für Kommunikations-Design das Fach Video und elektronische Medien unterrichtete.
Das projektbezogene Unterrichten hat mich sehr erfüllt. In dieser Zeit sind unzählige Kurz-Videos, Websites, Internet-Video-Streams, VRML-Szenarios, CD-ROMs und interaktive Informationssysteme entstanden.  Auch konnte ich für die Fachhochschule ein digitales, nonlineares Schnitt-System evaluieren.

1996 Diplomprüfungs Experte der F+F Schule für Gestaltung in Zürich.

Die Firmen

1973 Gründung der Einzelfirma "Steff Gruber Enterprises" mit Wanda Linn Wester.
1976 gründete ich zusammen mit meinem Jugendfreund René Grossenbacher die ALIVE PRODUCTIONS GmbH, eine Agentur für Kulturwerbung. (René Grossenbacher ist im Jahre 1980 ausgeschieden, um seine Doktorarbeit zu beenden und ist heute Inhaber und Geschäftsleiter der Medienberatungsfirma PUBLICOM AG.)

Meine „angeborene“ Passion für Elektronik war die treibende Kraft, die mich motivierte, im Jahre 1982 den ersten „Public Internet Dialup“ zu realisieren:
cultnet.uucp (später cultnet.com und cult.net) war die erste öffentlich zugängliche Internet Domäne in der Schweiz (ausserhalb der Hochschulen). Die Firma war als Verein statuiert: „CULTNET  e.V. Communication Society for Art & Science“. Die tragende Idee war, ein Kommunikations-Medium für Filmemacher und Künstler zu schaffen. Der Erfolg blieb jedoch gänzlich aus, da niemand die Vorteile sehen wollte, die unser digitales Angebot, z.B. für Drehbuchautoren, brachte: So war ich während zehn Jahren fast der einzige Nutzniesser meines Internet Zuganges...  

1989 gelang es mir endlich, Leute zu motivieren, Geld in ein Internet-Projekt zu investieren: Die NETLINK AG wurde gegründet. Mit gemeinsamen Kräften und einem seriösen Business-Plan wollten wir Venture Kapital mobilisieren. Doch waren wir ein paar Jahre zu früh - niemand hat an unsere Vision einer vernetzten Welt geglaubt.

Mit dem Zweck „Produktion von Autorenfilmen“ (siehe Filme) gründete ich 1991 die VERASCOPE FILM AG (Vérascope = erster Vergrösserungsapparat für Plattennegative um 1925).

1995 erfolgte die Gründung eines Buchgeschäftes: EBS, Erotic Book Store.  Das spezialisierte Geschäft führt alles Gedruckte vom Aufklärungsbuch für Kinder über medizinische Fachbücher,  Sachbücher, Belletristik bis zu Bildbänden.  Da EBS weltweit das erste Geschäft dieser Art darstellt, wurde es von der Presse entsprechend gelobt: Artikel und Filmberichte (NZZ, TA, TV-DRS, DIE ZEIT, WOZ etc.)

1995 schien es, dass endlich meine Visionen einer internationalen Vernetzung wahr werden würden: Gründung der SEVEN VISIONS SYSTEMS INC und von IDPOOL.COM. (www.7V.com). Die SEVEN VISIONS und IDPOOL.COM sind virtuelle Firmen mit dem Zweck, Internet- und Kommunikations -Design zu betreiben, Kommunikations-Software zu entwickeln und kleinere Forschungsprojekte zu betreuen sowie Identitäten "Corporate Internet Identities" für Firmen zu kreieren.

1998 Gründung des Graphik-Forums PAGE (Prints and Graphic Editions) zusammen mit dem Kunsthistoriker Peter Simon an der Klosbachstrasse 37 in Zürich.
"PAGE ist eine Gesellschaft zur Förderung der internationalen Originalgrafik. Mit Ausstellungen und Editionen wichtiger zeitgenössischen Künstler will PAGE die Kunst der Druckgrafik einem breiten Publikum vermitteln. PAGE dient als Informationsforum zu allen Fragen des Mediums Druckgrafik. Veranstaltungen zu kunsthistorischen und technischen Themen werden die Ausstellungen von PAGE begleiten. Eine umfangreiche Dokumentation und Bibliothek sowie die Verbreitung der Informationen über das Internet stellt PAGE Interessierten zur Verfügung. Zur Informationstätigkeit von PAGE gehört die Zusammenarbeit mit Druckateliers und Grafikverlagen, die in Workshops und Ausstellungen bei PAGE vorgestellt werden. Die Verwendung neuer, computerunterstützter Technologien und die Einflüsse elektronischer Medien auf die Druckgrafik wird PAGE mit Ausstellungen und Editionen aufzeigen. Die Ausstellung pixelart.01 ist der Auftakt zu einer Reihe von Ausstellungen zum Thema DIGITALE KUNST."  

2000 Member Board of Advisors TOP BOX INC. Beverly Hills, CA USA

2000 Gründung der Firma events.ch AG

Der medienträchtige Verkauf der Internet Domain XBOX.COM im Jahre 2000 an die Firma Microsoft hat die dringend benötigte Finanzierung des Projektes PLAKAT.COM der ALIVE gesichert.

2001 Gründung der Mediafric SARL in Dakkar, Senegal (mit Ibrahima Cisse und René Grossenbacher).

Filme, Bücher, Kunst

Unter abenteuerlichen Bedingungen produzierte ich in den Jahren 1976 bis 1980 meinen ersten Langfilm, das Dokudrama MOON IN TAURUS. Damals habe ich mich sehr für den Code innerhalb der Zweierbeziehung interessiert (Wissenschaftliches Leitbild: PAAR UND SPRACHE von E. Leisi), und demzufolge kreist der Film thematisch um die Frage, weshalb Beziehungen auseinandergehen. Der Film entstand weitgehend in Athens Georgia, im Haus des amerikanischen Kunstprofessors,  Künstlers und Filmemachers  James A. Herbert. Die Freundschaft zu James Herbert und unsere gemeinsamen Freunde (z.B. Cindy Wilson von the B52, Silver Thin von der Andy Warhol Factory) prägten meine Arbeiten sehr.
MONN IN TAURUS hatte im Jahre 1981 im Zürcher Kino Le Paris die Schweizer Premiere, wurde vom ZDF angekauft und in der Rubrik „Der besondere Film“ ausgestrahlt.

1982 drehte ich meinen zweiten Kinofilm FETISH & DREAMS, wiederum in den USA. Über meinen Kameramann Rainer Klausmann habe ich damals in New York den deutschen Filmemacher Werner Herzog kennengelernt.
Diese Begegnung wurde für meine weitere Filmlauffbahn prägend. FETISH & DREAMS ist die thematische Fortführung von MOON IN TAURUS: Die Singles und die Suche nach einem (neuen) Partner sind Thema des Filmes. Auch technisch ging ich neue Wege: FETISH & DREAMS wurde elektronisch auf Video gedreht und anschliessend durch ein von mir entwickeltes Verfahren auf 35mm kopiert; FETISH & DREAMS war der allererste Videotransfer in Schweizer Kinos (noch vor Jean-Luc Goddard).  
Mit meinem Verfahren wurden auch Werbespots auf Kinofilm transferiert. Ich musste jedoch aus Zeitgründen auf eine Weiterentwicklung meines Systems verzichten.
FETISH & DREAMS wurde 1985 am Internationalen Filmfestival von Locarno im Wettbewerb uraufgeführt und gewann den Preis „für die gestalterische Originalität im Umgang mit Dokumentar- und Spielfilmelementen“ (Harald Szeemann, Bulle Ogier, Chris Sievernich, Lisa Kreuzer). Anschliessend lief der Film erfolgreich in der ganzen Schweiz (Start: Kino MOVIE, Zürich).

1987 lud mich Werner Herzog nach Ghana ein, um einen Film über die Dreharbeiten zu seinem neuen Film COBRA VERDE zu drehen. LOCATION AFRICA entsteht. Der Film, ein reiner Dokumentarfilm, wird von der ALIVE zusammen mit der Werner Herzog Filmproduktion für die ARD produziert. Getreu meinem Motto habe ich wiederum (fast) alles im Alleingang gemacht: Idee, Konzeption, Ton, Schnitt bis zur grafischen Gestaltung des Filmplakates.  
Da Klaus Kinski, unser Hauptprotagonist, bald nach den Dreharbeiten starb, wurde LOCATION AFRICA zu einer Art Kultfilm und wird noch heute ausgestrahlt.

Ich machte Werner Herzog und Beat Presser (Standfotograf bei COBRA VERDE) mit dem Schweizer Verleger Thomas Stemmle bekannt. In der Folge beschlossen wir, zusammen das  Filmbuch COBRA VERDE herauszugeben. Darin sind Gespräche, die ich mit Werner Herzog in Ghana führen konnte, abgedruckt.

Die Fortsetzung des Kinofilmes FETISH & DREAMS wollte ich ganz dem erotischen Code in zwischenmenschlichen Beziehungen widmen. Zwischen 1991 und 1995 drehte ich mit meinem Team über 120 Stunden Material zum Thema Erotik.
Da die Veränderung der Medienlandschaft diesmal schneller war als mein Spürsinn, wollte ich vorerst meinen Film mit dem Arbeitstitel SECRET MOMENTS nicht fertigstellen.
Nun habe ich jedoch beschlossen, das ursprüngliche Konzept abzuändern: Es soll eine dreiteilige Serie über die Geschichte der erotischen Darstellung mittels Fotografie und Film entstehen. Der Film den ich zusammen mit dem Schweizer Fernsehen DRS produziere, wird ein Bilder/Medien/Internet-Krimi und soll im Jahre 2002 fertiggestellt werden.

2001 Ich werde von den Kuratoren Luciano Fasciati und Armon Fontana vom "Gelben Haus" in Flims eingeladen, eine Installation für die Ausstellung "Die Schaukel Eine Ausstellung zu Erotik" zu realisieren. WEBDESIRE.COM/2 entsteht.

 




























Photo Credits: Andrea Fischer, Bonnie T,
Mauro Lando, Carlos Azambuja,
René Gröbli, Sigi Meier